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Habe ich unrealistische erwartungen oder sollte ich mir ne neue Firma suchen?

GehaltAT · 2026-05-31 19:57 UTC · author=Def_No_throwaway · reddit_post_id=1tt5nob

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[title]
Habe ich unrealistische erwartungen oder sollte ich mir ne neue Firma suchen?

[selftext]
Hallo Community, throwaway aus Gründen. Sorry wird länger.
Edit: 4265 Brutto, die selbst geschriebenen Dokumente sind nicht Teil meiner eigentlichen Arbeit. Dafür gibts eigentlich andere Fachabteilungen.
Ich arbeite in einem global tätigen Konzern mit mehreren 10.000 Mitarbeitern. Ich bin im KV Metallgewerbe, ich bin in der Technikerstufe. Meine Firma zahlt leicht über KV.
Es ist nun so, dass ich zwar als Techniker angestellt bin (Arbeiter), aber eigentlich die Rolle eines "Inbetriebnahmeleiters" inne habe. Dafür bekomme ich noch eine Funktionszulage von 300 Euro Brutto. Sprich, einen fixen Nettobetrag von irgendwas um die 160 oder 170 Euro?
Meine Aufgaben sind: interne Abnahmen der errichteten elektrischen Anlage, nachdem sie von einer Fremdfirma errichtet wurde. Danach schicke ich das Inbetriebnahmeteam hin. Ich koordiniere die Tätigkeiten des Teams, ich koordiniere mehrere Termine mit Fremdfirmen die notwendig sind um die Inbetriebnahmen weiter voran zu bringen (Elektrische Erstprüfung, Anschluss und Prüfung von Schaltanlagen, usw). Also viele Stakeholder zusammenbringen.
Dabei achte ich darauf, dass alle Stunden richtig gebucht werden (Fehlersuche zu Fehlersuche, IB zu IB, extra Arbeiten zu extra Arbeiten, etc) damit das Budget nicht mit falschen Stunden zugemüllt wird, da Fehlersuche dann oft einen Verursacher hat der die Kosten tragen muss. Inkl. ein bisschen Druck machen wenn die Teams zu lange brauchen. Ich dokumentiere alle Unstimmigkeiten (Montagefehler, Schäden, defekte Teile, etc) und versuche die Kosten zurück zu bekommen.
Laut Google KI wäre sowas eher als "Project lead - site commissioning" zu bezeichnen und geht eigentlich schon in die PM Rolle - ist das so?
Jetzt ist es so, dass Österreich natürlich ein spezielles Pflaster ist und unsere Anlagen hier gewisse Specials benötigen..
Früher (vor mir) lief das so ab: Die Fremdfirma welche die Anlage errichtet bekommt mündlich gesagt was sie tun soll, damit die Anlage österreichkonform ist. Hat oft nicht funktioniert, und nachbessern hieß -> Extra Kosten fürs Projekt da die Fremdfirma einfach gesagt hat "wurde uns so nicht gesagt" oder "wurde uns nicht hinreichend erklärt" etc pp.
Also habe ich über die Jahre viele Dinge selbst in die Hand genommen und Schaltpläne gezeichnet, Arbeitsanweisungen geschrieben wie was wo anzuschließen ist, welche Kabel extra gezogen werden müssen, wo welcher Aufkleber hin muss, etc. Da sind knappe 10 Dokumente zusammengekommen in 5 Jahren. Nun kann man zur Fremdfirma sagen "Du hast nicht nach Anweisung gearbeitet, bessere das auf eigene Kosten aus" und unsere Firma muss das nichtmehr bezahlen.
Kürzlich habe ich nun auch eine "Spezialaufgabe" bekommen. Dabei ging es um eine Arbeit, die normalerweise ca. 150.000 - 200.000 Euro Kosten für unsere Firma verursacht hätte. Ich habe mir das ganze vor Ort angesehen und eine Lösung entwickelt die der Firma nun nichtmal 10.000 gekostet hat. Die ist auch universell Weltweit einsetzbar und könnte der Firma zukünftig viel Geld sparen. Die Engineering Abteilung hat mich angeschrieben, war natürlich total interessiert.
Jetzt hatte ich dann um eine Lohnerhöhung um 234 Euro angefragt.. Und sie wurde abgelehnt. Ich hatte das alles in einem Dokument zusammengetragen, die Anweisungen mitgeschickt, die "Spezialaufgabe" erklärt und welche Einsparung sie der Firma gebracht hat. Dabei dachte ich, ich bin mit 234 noch humble.
Und ich bin momentan etwas sprachlos. Und enttäuscht. Und wütend. Mein direkter Vorgesetzter versteht die Welt nicht mehr (der kann das auch nur beantragen und hat hier keine Entscheidungsgewalt).
Nach ein wenig Googeln habe ich für mich beschlossen, ich werde mal den IMPA Level C machen und dann sehen ob ich hier bleibe.. Obwohl meine Gefühle momentan am liebsten sofort eine Kündigung hinprackn würden.
Reagiere ich über oder sollt ich schaun dass ich woanders unter komm? Danke und Lg, euer sicher kein throwaway account
Title
Habe ich unrealistische erwartungen oder sollte ich mir ne neue Firma suchen?
Selftext
Hallo Community, throwaway aus Gründen. Sorry wird länger.
Edit: 4265 Brutto, die selbst geschriebenen Dokumente sind nicht Teil meiner eigentlichen Arbeit. Dafür gibts eigentlich andere Fachabteilungen.
Ich arbeite in einem global tätigen Konzern mit mehreren 10.000 Mitarbeitern. Ich bin im KV Metallgewerbe, ich bin in der Technikerstufe. Meine Firma zahlt leicht über KV.
Es ist nun so, dass ich zwar als Techniker angestellt bin (Arbeiter), aber eigentlich die Rolle eines "Inbetriebnahmeleiters" inne habe. Dafür bekomme ich noch eine Funktionszulage von 300 Euro Brutto. Sprich, einen fixen Nettobetrag von irgendwas um die 160 oder 170 Euro?
Meine Aufgaben sind: interne Abnahmen der errichteten elektrischen Anlage, nachdem sie von einer Fremdfirma errichtet wurde. Danach schicke ich das Inbetriebnahmeteam hin. Ich koordiniere die Tätigkeiten des Teams, ich koordiniere mehrere Termine mit Fremdfirmen die notwendig sind um die Inbetriebnahmen weiter voran zu bringen (Elektrische Erstprüfung, Anschluss und Prüfung von Schaltanlagen, usw). Also viele Stakeholder zusammenbringen.
Dabei achte ich darauf, dass alle Stunden richtig gebucht werden (Fehlersuche zu Fehlersuche, IB zu IB, extra Arbeiten zu extra Arbeiten, etc) damit das Budget nicht mit falschen Stunden zugemüllt wird, da Fehlersuche dann oft einen Verursacher hat der die Kosten tragen muss. Inkl. ein bisschen Druck machen wenn die Teams zu lange brauchen. Ich dokumentiere alle Unstimmigkeiten (Montagefehler, Schäden, defekte Teile, etc) und versuche die Kosten zurück zu bekommen.
Laut Google KI wäre sowas eher als "Project lead - site commissioning" zu bezeichnen und geht eigentlich schon in die PM Rolle - ist das so?
Jetzt ist es so, dass Österreich natürlich ein spezielles Pflaster ist und unsere Anlagen hier gewisse Specials benötigen..
Früher (vor mir) lief das so ab: Die Fremdfirma welche die Anlage errichtet bekommt mündlich gesagt was sie tun soll, damit die Anlage österreichkonform ist. Hat oft nicht funktioniert, und nachbessern hieß -> Extra Kosten fürs Projekt da die Fremdfirma einfach gesagt hat "wurde uns so nicht gesagt" oder "wurde uns nicht hinreichend erklärt" etc pp.
Also habe ich über die Jahre viele Dinge selbst in die Hand genommen und Schaltpläne gezeichnet, Arbeitsanweisungen geschrieben wie was wo anzuschließen ist, welche Kabel extra gezogen werden müssen, wo welcher Aufkleber hin muss, etc. Da sind knappe 10 Dokumente zusammengekommen in 5 Jahren. Nun kann man zur Fremdfirma sagen "Du hast nicht nach Anweisung gearbeitet, bessere das auf eigene Kosten aus" und unsere Firma muss das nichtmehr bezahlen.
Kürzlich habe ich nun auch eine "Spezialaufgabe" bekommen. Dabei ging es um eine Arbeit, die normalerweise ca. 150.000 - 200.000 Euro Kosten für unsere Firma verursacht hätte. Ich habe mir das ganze vor Ort angesehen und eine Lösung entwickelt die der Firma nun nichtmal 10.000 gekostet hat. Die ist auch universell Weltweit einsetzbar und könnte der Firma zukünftig viel Geld sparen. Die Engineering Abteilung hat mich angeschrieben, war natürlich total interessiert.
Jetzt hatte ich dann um eine Lohnerhöhung um 234 Euro angefragt.. Und sie wurde abgelehnt. Ich hatte das alles in einem Dokument zusammengetragen, die Anweisungen mitgeschickt, die "Spezialaufgabe" erklärt und welche Einsparung sie der Firma gebracht hat. Dabei dachte ich, ich bin mit 234 noch humble.
Und ich bin momentan etwas sprachlos. Und enttäuscht. Und wütend. Mein direkter Vorgesetzter versteht die Welt nicht mehr (der kann das auch nur beantragen und hat hier keine Entscheidungsgewalt).
Nach ein wenig Googeln habe ich für mich beschlossen, ich werde mal den IMPA Level C machen und dann sehen ob ich hier bleibe.. Obwohl meine Gefühle momentan am liebsten sofort eine Kündigung hinprackn würden.
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