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[title] Softwareentwickler nach Master: Sind diese Job/Gehaltsangebote normal? [selftext] Hi Leute, Ich hoffe, dass das der richtige Sub ist für Fragen dieser Art. Es wird ein längerer Post, daher entschuldige ich mich im vorraus. Meine Situation: Ich bin mit ca.15 Jahren nach Österreich gezogen habe hier die 7/8 Klasse der AHS besucht und meine Matura gemacht. Danach habe ich an einer österreichischen staatlichen Universität vor einigen Monaten meinen Master of Science gemacht ( Bachelor und Master waren im Bereich Softwareentwicklung mit Spezialisierung im Bereich Cybersecurity und KI). Während des Studiums habe ich fast 4 Jahre lang bei einer Firma gearbeitet im Bereich Software-Entwicklung, da ich mir sonst das Studium nicht hätte leisten können. Es waren am Anfang ca 12-15 Wochenstunden später aber eher 20. Damals stand schon bei der Stellenausschreibung genau drinnen: Kollektivvertrag Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (feei) Gruppe B für Bachelorstudenten und Gruppe D für Masterstudenten. Da Software-Entwicklung und IT seit Jahren meine Leidenschaft ist und ich mich sehr intensiv auch privat damit befasse konnte ich mich besser behaupten als andere Studenten und wurde deshalb etwas besser als der KV bezahlt. ( Gegen Ende etwa. 1750€ bei 20h) So wie ich es verstanden habe, ist es in Österreich so, dass sich das Unternehmen je nach Branche einen KV aussucht und das dann je nach Qualifikation und Jahren im Beruf die Mindestgehälter festlegt. Jetzt ist es so, dass ich mich auf Jobs bewerben muss. Bis jetzt hatte ich auch schon zwei Vorstellungsgespräche. Beim ersten lief es auch sehr gut, bis es zu den Gehaltsverhandlungen kam. Damals kam die Frage auf, wie viel Gehalt ich mir vorstelle. Ich sagte so 4500€ ( bei 38,5h), da ich dachte ich sollte hoch ansetzen, um dann bei der Gehaltsverhandlung runtergehen zu können und dann so bei 3500-3700 zu landen. Dann hat die Frau aus der Personalabteilung des Unternehmens aber ein etwas verwirrtes Gesicht gezeigt und dann gesagt, dass das weit über dem üblichen Gehaltsniveau liege und hat mir dann ein Dokument gezeigt, welches aussah wie der Kollektivvertrag Handel. Daraufhin sagte sie, dass meine Berufserfahrung nicht in Vollzeit war und ich nicht den KV Handel hatte und sie deshalb hier nicht zählt. Dazu würde ich einen KI-Assistenten haben und deshalb in die Beschäftigungsgruppe B fallen da Zitat aus dem Vertrag: Arbeitnehmerinnen, die im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses Tätigkeiten auf Grund klar definierter Vorgaben und genauer Arbeitsanweisungen unter sachgemäßer Anwendung ihrer Arbeitsmittel verrichten. Sie haben nur eingeschränkten Entscheidungsspielraum. Ich würde nur ca. 2.200€ kriegen, was über dem KV-Gehalt liegt (das hat sie mehrmals betont). Ich habe das Angebot dann abgelehnt, da es mir extrem wenig vorkam. (Ich habe eine Bekannte, die im Supermarkt als Kassiererin arbeitet ohne Matura o.ä. und mehr als das verdient). Das zweite Vorstellungsgespräch war bei einem "Start-Up" mit ca 40 Mitarbeitern und dort hieß es, dass ich AT(laut KV Diestleistungen in der Informationstechnik) Gehalt bekomme aber mit 2500€ als Monatsgehalt und 500€ als RSU (Restricted Stock Units) und ich zusätzlich nach der nächsten Finanzierungsrunde auf ST1 niveau komme, da das ausgeschriebene Tätigkeitsfeld auch mMn. in ST1/ST2 fällt. (Das war aber nur eine mündliche Zusage). Das finde ich aber auch seltsam, da ich davon ausging, das Mindestgehalt laut KV als Bargeld bzw. als Überweisung gedacht ist und eventuelle Aktienoptionen o. ä. dazu kommen. Außerdem ist das Unternehmen nicht an der Börse gelistet und ich so keine Möglichkeit hätte die Aktien zu verkaufen. Mir ist klar, dass zurzeit eher ein Arbeitgebermarkt ist und wir nicht im Silicon-Valley sind, wo Leute direkt nach der Universität 70-100k + Benefits verdienen, aber trotzdem erachte ich beide Angebote als fragwürdig. Ist soetwas normal, oder wird die Tatsache ausgenutzt, dass ich kein Österreicher bin und mich nicht mit den Gegebenheiten in diesem Land auskenne? Wenn ja, kann oder sollte ich soetwas bei der jeweiligen Gewerkschaft/ Arbeiterkammer melden? Danke im Vorraus. Ergänzung, falls relevant: Mein Vater kommt aus Deutschland und deshalb spreche ich Deutsch auf Muttersprachlerniveau und habe einen EU-Reisepass.
Title
Softwareentwickler nach Master: Sind diese Job/Gehaltsangebote normal?
Selftext
Hi Leute, Ich hoffe, dass das der richtige Sub ist für Fragen dieser Art. Es wird ein längerer Post, daher entschuldige ich mich im vorraus. Meine Situation: Ich bin mit ca.15 Jahren nach Österreich gezogen habe hier die 7/8 Klasse der AHS besucht und meine Matura gemacht. Danach habe ich an einer österreichischen staatlichen Universität vor einigen Monaten meinen Master of Science gemacht ( Bachelor und Master waren im Bereich Softwareentwicklung mit Spezialisierung im Bereich Cybersecurity und KI). Während des Studiums habe ich fast 4 Jahre lang bei einer Firma gearbeitet im Bereich Software-Entwicklung, da ich mir sonst das Studium nicht hätte leisten können. Es waren am Anfang ca 12-15 Wochenstunden später aber eher 20. Damals stand schon bei der Stellenausschreibung genau drinnen: Kollektivvertrag Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (feei) Gruppe B für Bachelorstudenten und Gruppe D für Masterstudenten. Da Software-Entwicklung und IT seit Jahren meine Leidenschaft ist und ich mich sehr intensiv auch privat damit befasse konnte ich mich besser behaupten als andere Studenten und wurde deshalb etwas besser als der KV bezahlt. ( Gegen Ende etwa. 1750€ bei 20h) So wie ich es verstanden habe, ist es in Österreich so, dass sich das Unternehmen je nach Branche einen KV aussucht und das dann je nach Qualifikation und Jahren im Beruf die Mindestgehälter festlegt. Jetzt ist es so, dass ich mich auf Jobs bewerben muss. Bis jetzt hatte ich auch schon zwei Vorstellungsgespräche. Beim ersten lief es auch sehr gut, bis es zu den Gehaltsverhandlungen kam. Damals kam die Frage auf, wie viel Gehalt ich mir vorstelle. Ich sagte so 4500€ ( bei 38,5h), da ich dachte ich sollte hoch ansetzen, um dann bei der Gehaltsverhandlung runtergehen zu können und dann so bei 3500-3700 zu landen. Dann hat die Frau aus der Personalabteilung des Unternehmens aber ein etwas verwirrtes Gesicht gezeigt und dann gesagt, dass das weit über dem üblichen Gehaltsniveau liege und hat mir dann ein Dokument gezeigt, welches aussah wie der Kollektivvertrag Handel. Daraufhin sagte sie, dass meine Berufserfahrung nicht in Vollzeit war und ich nicht den KV Handel hatte und sie deshalb hier nicht zählt. Dazu würde ich einen KI-Assistenten haben und deshalb in die Beschäftigungsgruppe B fallen da Zitat aus dem Vertrag: Arbeitnehmerinnen, die im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses Tätigkeiten auf Grund klar definierter Vorgaben und genauer Arbeitsanweisungen unter sachgemäßer Anwendung ihrer Arbeitsmittel verrichten. Sie haben nur eingeschränkten Entscheidungsspielraum. Ich würde nur ca. 2.200€ kriegen, was über dem KV-Gehalt liegt (das hat sie mehrmals betont). Ich habe das Angebot dann abgelehnt, da es mir extrem wenig vorkam. (Ich habe eine Bekannte, die im Supermarkt als Kassiererin arbeitet ohne Matura o.ä. und mehr als das verdient). Das zweite Vorstellungsgespräch war bei einem "Start-Up" mit ca 40 Mitarbeitern und dort hieß es, dass ich AT(laut KV Diestleistungen in der Informationstechnik) Gehalt bekomme aber mit 2500€ als Monatsgehalt und 500€ als RSU (Restricted Stock Units) und ich zusätzlich nach der nächsten Finanzierungsrunde auf ST1 niveau komme, da das ausgeschriebene Tätigkeitsfeld auch mMn. in ST1/ST2 fällt. (Das war aber nur eine mündliche Zusage). Das finde ich aber auch seltsam, da ich davon ausging, das Mindestgehalt laut KV als Bargeld bzw. als Überweisung gedacht ist und eventuelle Aktienoptionen o. ä. dazu kommen. Außerdem ist das Unternehmen nicht an der Börse gelistet und ich so keine Möglichkeit hätte die Aktien zu verkaufen. Mir ist klar, dass zurzeit eher ein Arbeitgebermarkt ist und wir nicht im Silicon-Valley sind, wo Leute direkt nach der Universität 70-100k + Benefits verdienen, aber trotzdem erachte ich beide Angebote als fragwürdig. Ist soetwas normal, oder wird die Tatsache ausgenutzt, dass ich kein Österreicher bin und mich nicht mit den Gegebenheiten in diesem Land auskenne? Wenn ja, kann oder sollte ich soetwas bei der jeweiligen Gewerkschaft/ Arbeiterkammer melden? Danke im Vorraus. Ergänzung, falls relevant: Mein Vater kommt aus Deutschland und deshalb spreche ich Deutsch auf Muttersprachlerniveau und habe einen EU-Reisepass.
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